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Tango (ríoplatense) (Tango)



ein ursprünglich im Bereich der Vorstadt-Musikfolklore des La Plata-Gebietes (Buenos Aires und Montevideo) angesiedelter Tanz im 2/4- oder auch 4/8- (nach 1920) oder 4/4- Takt mit eigener Choreographie, zum Teil mit Gesang.
Die insbesondere in Europa oder auch in Amerika oft als Sammelbegriff für das gesamte Genre gebrauchte Bezeichnung "argentinischer Tango" (Tango argentino) ist sachlich nicht vertretbar, da der Tango in seiner Entwicklung wesentliche Impulse auch aus dem urbanen Kulturkreis von Montevideo erhielt und dort die gleiche, bis heute andauernde Popularität erlangte wie im Gebiet von Buenos Aires.
Zutreffender ist deshalb die Genrebezeichnung Tango rioplatense
.



Die konkreten Umstände der Entstehung des T. r. sind noch nicht restlos erforscht, auch wenn einiges recht gut dokumentiert vorliegt; eine glaubwürdige Version verlegt seinen Ursprung in den Bereich des Vorortes Corrales Viejos von Buenos Aires, einst Viehhandelszentrum und gleichzeitig Stätte lebhafter kultureller Interaktionen zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung mit starken Immigrationsschüben (insbesondere aus Italien).

Der in diesem Milieu vor 1880 aus einer Vermischung von Elementen der Habanera, die mit Sicherheit durch das für die Geschichte der Musik Lateinamerikas so bedeutende Wirken von Luis Moreau Gottschalk (1829-1869) hier so schnell populär wurde, und Komponenten der ländlichen Volksmusik des La-Plata-Gebietes entstandene "archaische Tango" (Tango arcaíco) war in musikalischer Struktur und Instrumentierung (Gitarre, Harfe, Mandoline, Violine, Mundharmonika) noch weitgehend ländlich, der Milonga, oft aber auch, wenn italienische Musiker mitwirkten, gewissen folkloristischen Tänzen (z. B. der Tarantella) Italiens ähnlich. Es ist nicht auszuschließen, dass auch der aus Spanien stammende, heute zum Komplex des Flamenco gehörende Tango bzw. Tanguillo auf den ríoplatensischen Tango Einfluss hat.

Später kam es, begünstigt durch die fortschreitende Popularisierung des T. in den städtischen Gebieten, zur Veränderung von Interpretationsstil und Instrumentarium; so zum Einsatz des heute wichtigsten Instrumentes dieses Genres, des Bandoneon und später auch des Pianos; weiterhin wurden auch Flöten zur Begleitung benutzt; es entstanden Varianten wie der Tango Milonga und der Canyengue. Während frühe Tango-Versionen noch meist von einem ausgesprochen lustigen, lebensbejahenden Interpretationsstil geprägt waren, hat ab etwa den 20er Jahren eine spürbare Hinwendung zum Melancholischen oder nostalgischen Wehmütigen gegeben; die Verstärkt aufgekommenen Vokalversionen tragen diesem Charakteristikum vielfach Rechnung oder verstärken es sogar. Entwicklungsgeschichtlich werden zwei elementare, in sich weiter unterteilte Epochen unterschieden:

die ursprüngliche ("primitive") Epoche, von etwa 1880 bis 1920 mit noch starker Prägung durch die ländliche Musikfolklore, im wesentlichen nur durch arme Bevölkerung: schichten getragen, deren Musiker und Komponisten als zur sog. "Alten Garde" (Guardia Vieja) gehörig eingestuft werden. 2. die "moderne" Epoche, ab 1920, in verschieden Zeitabschnitte (bis hin zum fast stillose "avantgardistischen" Tango / Tango Nuevo) unterteilt, deren signifikantestes Merkmal die Anpassung bzw. Popularisierung des T. als moderner Gesellschaftstanz der städtischen Bevölkerung bzw. dessen Aufgreifen durch alle Schichten der bürgerlichen Gesellschaft von Buenos Aires, Rosario und Montevideo ist.

Die als Grundkomponente zur Zeit seiner Entstehung eingeflossene Habanera ist auch heute noch in vielen Arrangements spürbar. In der Folgezeit kommt es zu Synkretismen mit Elementen des Jazz, der Swing-Musik, später des Rock und sogar der sinfonischen Musik; Tangos wurden insbesondere in Europa in Operetten, in Kammermusik und selbst in Opern integriert. Ab 1907 wird der Tango von Musikern wie Angel Gregorio Villoldo, Alfredo Gobbi und v. a. in Europa, insbes. Frankreich, Deutschland und Spanien, sehr schnell populär, wobei Paris der Rang eines Zentrums seiner Verbreitung in Europa noch heute zukommt. In anderen lateinamerikanischen Ländern entstanden in einigen Fällen nationale Varianten wie Tango brasileiro, Tanguino, Tanguito bzw. nationalen Musiziergewohnheiten angepasste Arrangements argentinischer bzw. uruguayischer Originaltitel (so z. B. in Kuba, Puerto Rico, Guatemala und Mexiko). In Argentinien und Uruguay wurde das in der Frühzeit vorzugsweise in Bordells (Prostíbulos oder "Pensiones") und Kneipen (Boliches) musizierende Trio oder Quartett nach 1920 durch Orchester (Orquesta Típica / Argentinien) weitgehend verdrängt; die bisher dominierenden ländlich- folkloristischen Komponenten wurden nach und nach durch eine in ihrem Sinne urbane Folklore- bzw. Populärmusik ersetzt und es erfolgte eine verstärkte Hinwendung zu gesungenen Titeln, von Sängern wie Carlos Gardel, Agustín Magldi, Libertad Lamarque, Rosita Quiroga, Azucena Maizani, Mercedes Simone, Hugo dei Carill, Edmundo Rivero, Floreal Ruiz, Susana Rinaidi und v. a. interpretiert. Besonders Carlos Gardel, dessen eigentlicher Durchbruch als Sänger sich erst nach 1917 vollzog, war impulsgebend für eine Vielzahl von Komponisten und Textdichtern.
Bedeutende Musikerpersönlichkeiten des T. sind u. a. Eduardo Arolas, Juan "Pacho" Maglio, Genaro Espósito, Francisco de Caro, Osvaldo Pugliese, Roberto Firpo, Francisco Canaro, Aníbal Troilo, David Roccatagliata, Osvaldo Fresedo und Astor Piazzolla; zu den bekanntesten Komponisten gehören Enrique Santos Discepolo, Agustin Bardi, Alfredo Gobbi, Eduardo Arolas, Roberto Firpo und Gerardo H. Matos Rodríguez, letzterer Schöpfer des erfolgreichsten Tangos, "La Cumparsita". Die Texte vieler, bekannter Tangos haben eindeutig sozialkritischen Charakter, z. T. sind sie mit Worten aus dem regionalen Dialekt oder Slang Lunfardo angereichert. Einer der Großen des Tango, der Komponist Enrique Santos Discépolo, definierte den Tango als tanzbares Genre einmal so: "El tango es un pensamiento triste que se puede bailar" (der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann, span.). Nach Meinung der Tango-Forscher und Kenner begann die phänomenale Popularität dieses Tanzes, als der Tango "La Morocha" der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Über die Herkunft des Wortes "Tango" ist bis heute noch keine allgemein gültige Version bekannt; so gibt es mindestens drei voneinander abweichende Erklärungen: 1. das Wort könnte vom Terminus "tambo" abgeleitet sein; im ríoplatensischen Sprachgebrauch bedeutet dies entweder "ein (ländlicher) Ort, an dem Kühe gehalten werden" oder im Lunfardo - "Bordell"; auch eine Wortschöpfung auf der Basis von "tambor" = "Trommel" durch die Nachkommen afrikanischer Sklaven in den Gebieten von Buenos Aires oder Montevideo wäre denkbar. 2. das Wort " Tango" wurde vom gleichnamigen, jedoch nicht gleichartigen spanischen Genre übernommen. Spanische Tangos kamen ab etwa 1870 mit der Zarzuela, zuerst durch spanische Theatergruppen (Companias), in das La Plata-Gebiet. 3. das Wort ist ein mit Beginn der Existenz des "primitiven" Tango entstandenes neues Wort, das sich möglicherweise vom Verb "tangir" (= berühren, tangieren) ableitet. Eine vom 19. bis 27. Januar 1963 im argentinischen Ort Cosquín abgehaltene wissenschaftliche Konferenz über den Tango, in der darüber diskutiert wurde, ob der Tango eine folkloristische Form ist oder nicht, brachte generell keine gemeinsamen Standpunkte, auch nicht in der Etymologie des Wortes "Tango".
Die bereits erwähnten Zarzuelas, Singspiele in den Theatern Spaniens und Lateinamerikas mit einer herausragenden kulturellen Bedeutung in der zweiten Hälfte des 19. Jh., haben teilweise auf eigens dafür komponierte Tangos zurückgegriffen und dadurch diesem damals neuen Tanz mit zum Durchbruch verholfen. In vielen tangospezifischen Publikationen werden die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jh. als die "Epoche des Tangos" (Época del Tango) bezeichnet, der modernere Tango verlor immer mehr seine ländlichen Züge, weil er sich zum Tanzlied mit sehr gefühlvollen Texten, deren hervorragendster Interpret Carlos Gardel war, entwickelte. Unter den frühzeitigen Tangos (Tangos arcaicos) finden sich u. a. ,EI Queco" (1874), "La Dama de lata" (1888) und "Andate a la Recoleta" (1888), alle in ihrer musikalischen Struktur mehr der Milonga ähnlich. Die in dieser Zeit ins land gekommenen italienischen Einwanderer haben bis gegen Ende des 19. Jh. einen spürbaren Einfluss auf das Entstehen des Tango ausgeübt; Musiker und Komponisten wie Augusto Berto, Alberico Spdtola, Carlos Hernani Macchi, Rodolfo Sciamarella u. v. a. verdeutlichen dies. Der "primitive" Tango aus den weitgehend ländlichen Außenzonen von Buenos Aires drang u. a. in die Stadtviertel Monserrat und Constituci6n mit seinen vielen Bordells vor, im legendären Cafe Cassoulet interpretierte man einen Tango, der als "lasziv" oder "erotisch" unter ständiger öffentlicher Kritik stand, während man im Hafenviertel, so im ebenfalls berühmt gewordenen Cafe Punalada, an das ein Tango-Milonga von Horacio "Pintín" Castellanos erinnert) sog. "pornografische Tangos" dargeboten wurden. Zentren der Verbreitung und Popularisierung des Tango in Buenos Aires und Montevideo waren die vielen Salons, Tanzsäle, Tanzschulen (Academia), Cafes, Cabarets, Restaurants etc., von denen heute nur noch wenige existieren, und nicht zuletzt die vielen oftmals auch als "Pensionen" bezeichneten Bordelle.
So gab es u. a. folgende Tanz-Salons:,Rodriguez Pena" (Sal6n San Martín) (Calle Rodriguez Pena 344 - hier trat Vicente Greco auf, der diesem Saal seinen berühmt gewordenen Tango "Rodriguez Pena" widmete), ") Bailongo en la Calle Chile" (Calle Chile 1567 - hier wirkten Francisco Canaro und Samuel Castriota), ")La Cavour" (Calle Coronel Salvadores 786 - hier musizierte Vicente - Greco), "Salón Peracca" (Calle Corrientes 5400, mit Musikern wie Vicente Greco, Augusto Berto und Juan Santa Crux) und "Armenonville" (Calle La Plata 53, entre 16 y 17). Weiterhin gab es zahlreiche Begegnungsstätten (Casas particulares), die sowohl den Charakter einer Pena trugen als in einzelnen Fällen durchaus auch amourösen Zwecken dienten, darunter befinden sich: "Casa Lalura" (Calle Paraguay y Pueyrredón- hier spielte Rosendo Mendizábal), "Casa Maria la Vasca" (Calle Carlos Calvo 2721) mit Musikern wie Rosendo Mendizabal, Manuel Oscar Campoamor, Vicente Greco und Ernesto Ponzio), "Casa Mamita" (Calle Lavalle 2177 - hier spielte ebenfalls Ernesto Ponzio), "Casa la Vieja Eustaquia" (hier war Enrique Saborido oft tätig) und die "Casa Carmen Varela" -ein authentischer Peringundin. Bekannte Cabarets waren u. a.: "Ar- menonville" (Calle Libertador San Martin) und "Maipu Pigall" (Calle Maipu c/ Sarmientor Corrrientes). Bekannte, für den Tango bedeutende Restaurants bzw. Cafes waren Hansen (Avenida Sarmiento in Palermo - 1835 gegründet; das in der Tango-Geschichte weitaus berühmteste Lokal), "EI Tambito" (Bosque de Palermo), "Bar Domfnguez" (Calle Corrientes 1537), "Cantalupi" (Calle 12 cl 62 y 63 in der Stadt La Plata), "EI Africano" (Calle Corrientes y Maipu), "EI Estribo" (Calle Entre Rios 763-767 - hier spielte Vicente Greco 1912 seinen Tango "EI Estribo" das erste Mal), "EI Nato" (Calle Anchorena), "La Morocha" (Calle Corrientes y Dei Carril), "La Punalada" (Calle Corrientes y Gurruchaga); "Marat6n" (Calle Cauning y Costa Rica). Tango-Akademien (Academias de Tango) von Bedeutung waren: "Academia de Enrique Saborido" (Calle Cerrito 1070 - sie existierte zwischen 1908 und 1912), "Academia EI Dorado" (Calle Jose Evaristo Uriburu c/ Viamonte), "Academia Rincón" (Calle Rincón); "Academia San Felipe" (in Montevideo - sie schloss bereits um 1899), "Academia Santa Cruz" (Calle Gascón 1150 - hier musizierten Los Hermanos Domingo und Juan Santa Cruz), "Academia Solls y Gloria" (Hafenzone von Montevideo), "Academia dei Triunfo" (in Montevideo), "Academia EI Picaflor" (in Montevideo), "Academia Olimpo" (Calle Pueyrredón 1463). Nachfolgend einige Bordells (Prostíbulos oder ,Pensiones') die sehr bekannt wurden: "Cafe de la Flaca Isabel" (Calle 32, con 2 y 3, in der Stadt La Plata), "De Eufemia Molina" (in Arrecifes), "De la Chacarera" (in AvelIaneda), "De la Gallega Pepa" (Calle 39 con 3 y 4, in La Plata), "De Maria Sosa" (in San Pedro), "El Colorado" (in Guamini), ,El Diamante" (Calle 2 con 69 y 70 in La Plata), "El 208" (in Ensenada), "El Espinal" (Calle 63 con 18 y 19; La Plata), "El Estribo" (Calle 70 con 3 y 4, in La Plata), "El Farol Colorado" (auf der Isla Maciel) "EI Gato Negro" (Calle 2 con 69 y 70, in La Plata), "EI 39" (Calle 39 con 5 y 6, in La Plata), "La Estrella" (in Ensenada) und "La Tucumana" (Calle 32 y 2, in La Plata). Unter den zahlreichen Peringundin ("Dancings") genannten Tanzlokalen wurden durch den profunden Kenner der Szene Horacio Ferrer aufgezählt: "Barbera" (Calle Suarez y Necochea), "Cuartos de Adela" (Avenida Quintana), "De Carmen Varela" (auch Academia zum Erlernen der Tango-Choreographie -Plaza Lovea), "EI Dorado" (Calle Talcahuano c/ Corrientes y Lavalle), "Ernani" (Calle Suarez), "La Barceloneta" (Calle Pedro de Mendoza), "La Bateria" (Avenida deI Libertador, vorher: Paseo de Julio), "Tancredi" (Calle Suarez y Necochea) und "Zani" (Calle Suarez y Necochea). Kurze Chronologie der Entwicklungsgeschichte des Tango (aus "El tema del tango en la literatura"): Version A: 1865-1895 Initial-Epoche (mir spanischen Einflüssen), mit drei schwer abgrenzbaren Unter-Epochen: 1. 1865-1895 Weitgehend unbekannte und widersprüchliche Einwicklung des Tango mit starkem Einfluss der Habanera, die sich ab 1850 aus dem andalusischen Tango entwickelt hat; auch der Candombe der afrorioplatensischen Bevölkerungsgruppe hat Komponenten geliefert. 2.1880-1906 Entstehung der Milonga -es beginnt die Ära der Guardia Vieja; diese umfasst: 1880-1895 den Milonga tango, von dem es keinerlei Tondokumente gibt. 1895-1906 Zeit der Verwirrung zwischen Milonga und dem neu entstehenden Tango, die solche Formen annimmt, dass das neue Genre vielfach Tango milonga genannt wird. 1906 Nach Meinung des Musikologen Carlos Vega stirbt die eigentliche Milonga. 3.1888-1900 Die Aufwertung des andalusischen Tango in der Milonga (vorher in der Habanera) und im Tango milonga in den durch spanische Künstler im Gebiet des Rio de la Plata aufgeführten Theaterstücken Zarzuela und Sainete. Version B: 1895-1968 Zyklus des argentinischen Tango (mit italienischen Einflüssen), der sich in fünf Unter-Epochen aufteilt: 1. 1895-1917 Die "Alte Garde" (Guardia Vieja). Erster Entwicklungsabschnitt des Tango, mit der Herausbildung eigener Tangostrukturen; es entstehen die "Gründerzeit"; das Ende der Alten Garde tritt mit dem Auftauchen von Texten für das neue Genre ein. Dabei werden folgende Zeitabschnitte unterschieden: 1895 Entstehung des kreolischen Tango (Tango criollo). 1895-1905 Fortentwicklung des Tango criollo. 1905- 1917 Aufkommen des Tango ríoplatense (porteno), noch im wesentlichen ohne Text. 2. 1917-1925 Periode der Übergangszeit; es entstehen die Texte. 3. 1925-1948 Es kommt zur Herausbildung der "Neuen Garde" (Guardia Nueva) 4. 1925-1968 Gleichzeitig bildet sich eine starke Bewegung, die den traditionellen Tango aufrecht erhält und damit die Linie der Guardia Vieja fortsetzt. 5. seit 1948 die sog. "Dritte Garde" (Tercera Guardia), deren Entwicklung zum Modernen bis hin zum "avantgardistischen" Tango (Tango vanguardístico) geführt hat, der insbesondere in Europa und in Nordamerika (USA und Kanada) viele Anhänger fand.

Der Tango als eine Errungenschaft der urbanen Folklore hat in Argentinien und Uruguay eine nationale Bedeutung, seine Traditionen werden gewahrt und allenthalben erforscht; er hat von Beginn seiner Existenz bis in die jüngste Zeit hinein nicht nur den Gesamt- komplex der Musik nachhaltig beeinflusst, sondern er war und ist direkt oder auch indirekt impulsgebend für andere Künste wie Dicht- und Erzählkunst, den Film, das Theater und nicht zuletzt auch die Malerei.